Johann Sebastian Bach in Mühlhausen

Johann Sebastian Bach als Organist

Es war ein kurzes Gastspiel: Der 22-jährige Johann Sebastian Bach versuchte den einengenden Verhältnissen in Arnstadt zu entfliehen und wechselte 1707 nach Mühlhausen, das sanft zwischen den Höhenzügen des Hainichs und des Eichsfelds eingebettet ist. Die mittelalterliche Reichsstadt mit elf gotischen Kirchen, einer geschlossenen, teilweise begehbaren Stadtmauer mit Wehrtürmen und Bürgerhäusern aus verschiedenen Epochen galt als ein Zentrum protestantischer Kirchenmusik.

Kontakt
Tourist Information Mühlhausen
Ratsstraße 20
99974 Mühlhausen
Webseite: www.muehlhausen.de
Telefon: 03601 404770

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 09:00 bis 17:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr

Angebote
Stadtführung auf den Spuren Bachs
Führung mit Orgelspiel

 


Nach seinem Orgelvorspiel am Ostersonntag 1707 folgte Bach seinen Vorgängern Johann Rudolf und Johann Georg Ahle nach und trat den Dienst als Organist an der dreischiffigen Divi Blasii Kirche an. Seine wesentlich höhere und für die damalige Zeit untypische Bezahlung mit 85 Gulden mag für Johann Sebastian Bach ein Grund gewesen sein, eine Familie zu gründen. Am 17. Oktober 1707 heiratete er in Dornheim bei Arnstadt seine Cousine zweiten Grades Maria Barbara Bach.

Im Zuge eines Gastspiels vor den Weimarer Herzögen im Juni 1708 wurde Johann Sebastian Bach die Stelle als Hoforganist und Lakai mit einem Gehalt von 150 Gulden angeboten. Wegen der Verteuerung der Lebenshaltungskosten aufgrund eines Stadtbrandes im Mai 1707, der geringen Hoffnung auf eine neue Orgel und der Aussicht auf eine bessere finanzielle Situation, verließ Johann Sebastian Bach Mühlhausen bereits wieder im Juni 1708.

Kartenausschnitt Thüringen

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Sehenswürdigkeiten in Mühlhausen

Divi Blasii Kirche Mühlhausen
Am Untermarkt befindet sich die zweite Hauptkirche der Stadt, eine gotische Hallenkirche. Sie ist mit dem Namen Johann Sebastian Bach eng verbunden. Von 1707 bis 1708 war der Komponist hier als Organist tätig.

Adresse
Untermarkt
99974 Mühlhausen

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Medienstation in Divi Blasii Kirche Mühlhausen
Eine Medienstation im Vorraum der Divi Blasii Kirche bietet den Besuchern umfassende Informationen zu Bachs Leben und Wirken in Mühlhausen und ganz Thüringen. Imagevideos zu den etablierten Bach-Festivals lassen Bachs Werke durch Hörknubbel erklingen.

Adresse
Untermarkt
99974 Mühlhausen

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Sounddusche in Divi Blasii Kirche Mühlhausen
Betritt der Besucher den Bereich unter einer im Vorraum der Kirche installierten Sounddusche, erklingen authentische Bach-Werke. Diese wurden an der Orgel der Divi Blasii Kirche eingespielt.

Adresse
Untermarkt
99974 Mühlhausen

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Bach-Denkmal Mühlhausen

Das vom Bildhauer Klaus Friedrich Messerschmidt geschaffene Denkmal neben der Divi Blasii Kirche zeigt den jungen Johann Sebastian Bach stehend neben seinem Denkmalsockel. 

Adresse
Untermarkt
99974 Mühlhausen

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Marienkirche Mühlhausen

Gekrönt wird Mühlhausen von der Marienkirche, der größten Kirche Thüringens nach dem Erfurter Dom. Hier predigte der radikale Reformator Thomas Müntzer und rückte die Stadt zu Zeiten des Bauernkrieges in den Mittelpunkt deutscher Geschichte. Bemerkenswert sind die Dimensionen der Kirche sowie der plastische Schmuck, etwa an der Fassade des südlichen Querhauses.

Adresse
Bei der Marienkirche
99974 Mühlhausen

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Hörstation Bach-Orgel
Eine interaktive Erlebnisstation vor der Marienkirche lädt zum Hören originaler Bach-Werke ein. Der Besucher generiert durch das Treten des "Orgel-Pedals" selbst Strom, wodurch Musik erklingt. Das Modul ist kostenfrei zugänglich.

Adresse
Bei der Marienkirche
99974 Mühlhausen

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Historisches Rathaus
Der Kernbau des Rathauses entstand um 1300. Erweiterungsbauten aus Gotik, Renaissance und Barock ließen ein einzigartiges Bauensemble inmitten der Altstadt entstehen. Besonders sehenswert sind die Halle, die Große Ratsstube mit gotischer Malerei und das Reichsstädtische Archiv von 1614. Johann Sebastian Bach unterschrieb hier im Jahr 1707 seine „Bestallungsurkunde“.

Adresse
Ratsstraße 25
99974 Mühlhausen

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St. Georg Kirche in Dörna
Bach spielte im säkularisierten Brückenkloster in Mühlhausen regelmäßig an der Wenderorgel. Als das Kloster 1884 abgebrochen wurde, kam die Orgel in die Allerheiligenkirche und rund hundert Jahre später nach Dörna in die Taufkirche des Orgelbauers Wender. In Regie eines rührigen Vereins wurde das Instrument dort durch den Dresdner Orgelbauer Kristian Wegscheider rekonstruiert und erklang 2001 erstmals wieder.

Adresse
Im Pfarrhagen
99978 Anrode OT Dörna

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