Johann Sebastian Bach war gleich zwei Mal in seinen jungen Jahren am fürstlichen Hof in Weimar angestellt. Weilte er 1703 für nur sechs Monate als Lakai und Musiker der Kapelle des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Weimar, stieg er hier in den Jahren 1708 bis 1717 vom Kammermusiker und Hoforganist zum Konzertmeister auf.

Kontakt
Tourist Information Weimar
Markt 10
99423 Weimar
Webseite: www.weimar.de
Telefon: 03643 7450

Öffnungszeiten
Montag bis Samstag 09:30 bis 19:00 Uhr
Sonntag 09:30 bis 15:30 Uhr

Angebote
Stadtführung
Erlebnisort "Bach in Weimar"
Bach Biennale Weimar
Digitale Bach-Tour

 

 


Gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Maria Barbara zog er in die unmittelbare Nähe seiner beiden Wirkungsstätten an den Markt 16. Hier wurden seine ersten sechs Kinder geboren, darunter seine berühmtesten Söhne: Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel. Auch Bachs Schüler wurden dort unterrichtet, die von der pädagogischen Arbeit ihres Lehrers in höchsten Tönen schwärmten.

Erstmals verfügte Bach über ein ausgebildetes Orchester. So entstanden über 30 Kantaten, Frühfassungen der „Brandenburgischen Konzerte“, ein Großteil seines Orgelwerkes, darunter das „Orgelbüchlein“ und Frühfassungen der Partiten für Violine Solo oder die „Englischen Suiten“. 1714 wurde er zum „Cammer-Musicus“ und „Concertmeister“ berufen und war damit ein gut bezahlter Musiker des Herzoghofs.

Seine Entlassung erbat Johann Sebastian Bach im Herbst 1717, um die wesentlich besser bezahlte und höhere Stelle eines Hofkapellmeisters bei Fürst Leopold von Anhalt-Köthen anzunehmen. Bereits im August hatte er ein Voraushonorar erhalten und stand somit in einem doppelten Dienstverhältnis. Herzog Wilhelm Ernst ließ Bach daraufhin in der Landrichterstube der Bastille am Stadtschloss einsperren. Einen Monat später erfolgte seine Entlassung „mit angezeigter Ungnade“, ohne für das letzte Quartal honoriert worden zu sein.

Mehr zur Bach-Familie Weimar.

Kartenausschnitt Thüringen

Zurück
zur Übersicht der Bach-Orte


Sehenswürdigkeiten in Weimar

Bastille (neben Stadtschloss)
Das Ensemble Bastille, bestehend aus Torhaus, Schlossturm und Hofdamenhaus, hat als einziger Teil des Weimarer Schlosses alle Brände in Mittelalter und Neuzeit überdauert. In der dortigen Landrichterstube war Johann Sebastian Bach vom 6. November bis 2. Dezember 1717 inhaftiert, nachdem er den Weimarer Hof unter Druck gesetzt hatte, sein Anstellungsverhältnis zu kündigen.

Adresse
Schlossplatz
99423 Weimar

Mehr

Erlebnisort "Bach in Weimar"
In der Bastille des Stadtschlosses erleben Sie mit dem neu geschaffenen Erlebnisort "Bach in Weimar" eine frei zugängliche Präsentation, die über die Lebensjahre des Musikers Johann Sebastian Bach in Weimar sowie über sein Privatleben informiert. Der Erlebnisraum berichtet über Bachs zehn Jahre andauernden Aufenthalt in Weimar und lässt die Werke des Komponisten erklingen.

Adresse
Schlossplatz
99423 Weimar

Mehr

Ehemaliges Bach-Haus (Gedenktafel)
Das Haus, das Johann Sebastian Bach zehn Jahre bewohnte, wurde im 19. Jahrhundert Teil des Hotels „Erbprinz“. Berühmte Komponisten wie Franz Liszt oder Richard Wagner nahmen hier Quartier. Bei einem Luftangriff 1945 wurde das Haus zerstört und 1988/89 vollends abgerissen. Heute befindet sich der Parkplatz des benachbarten Hotels „Elephant“ an der Stelle.

Adresse
Markt 16
99423 Weimar

Mehr

Bach-Denkmal Weimar
Unweit des Bach-Wohnhauses erinnert eine Bronzebüste des Bildhauers Bruno Eyermann an den Komponisten, die anlässlich Bachs 200. Geburtstags aufgestellt wurde. Zunächst stand die Bachbüste an der ehemaligen Schlosskapelle, später in der Staatlichen Kunstsammlung. Im Jubiläumsjahr 1985 wurde die Büste auf dem Platz der Demokratie platziert, schräg gegenüber von Bachs ehemaligem Wohnhaus.

Adresse
Platz der Demokratie
99423 Weimar

Mehr

Hörstation Bach-Orgel
Eine interaktive Erlebnisstation lädt in Weimar zum Hören originaler Bach-Werke ein. Der Besucher generiert durch das Treten des "Orgel-Pedals" selbst Strom, wodurch Musik erklingt. Das Modul an Bachs ehemaligen Weimarer Wohnhaus ist kostenfrei zugänglich.

Adresse
Markt 16
99423 Weimar

Mehr

Stadtkirche St. Peter und Paul
In der spätgotischen Stadtkirche St. Peter und Paul wurden vier der sechs in Weimar geborenen Kinder Johann Sebastian Bachs getauft. Seit 1707 war der eng mit Johann Sebastian Bach befreundete Johann Gottfried Walther Organist von St. Peter und Paul. Der originale Taufstein und der von Lucas Cranach dem Älteren begonnene und von Lucas Cranach dem Jüngeren vollendete Flügelaltar als Hauptzeugnis der sächsisch-thüringischen Kunst des 16. Jahrhunderts machen die Kirche zu einem bedeutenden historischen Zeugnis. Auf der Kanzel predigte Luther.

Adresse
Herderplatz 8
99423 Weimar

Mehr

Jakobskirche
Johann Sebastian Bachs Freund und entfernter Vetter Johann Gottfried Walther (1684–1748) war seit 1707 Stadtorganist von Weimar und bespielte ab 1721 auch die malerisch gelegene Jakobskirche. Sein barocker Doppelgrabstein liegt an der Südseite der Jakobskirche. Am 6. November 1713 wurde die neue Jakobskirche eingeweiht. Bach musizierte in seiner Funktion als Hofmusiker aus diesem Anlass im Gottesdienst.

Adresse
Am Jakobskirchhof 4
99423 Weimar

Mehr